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Michael Andre May / pixelio.de

Inwiefern haben sich GUT & GÜTER durch die aktuelle Kulturrevolution der Computerwelt verändert?
Aufgrund ihrer allgemein gehaltenen Definition erfassen die Wirtschaftswissenschaften alle Mittel und Leistungen als „Gut“, die irgendeinen Nutzen stiften.


Demnach ist das "Gut" aus der Seemannssprache (Gesamtheit der Taue und Seile in der Takelage eines Schiffes) nur indirekt gemeint ;-)




Es wird also Zeit unsere Vorstellungen von GUT und GÜTERN grundlegend zu überarbeiten und den Boden für ein neues kulturelles Verständnis zu bereiten.

Güter-ArtenBearbeiten

Sachenrecht 1 Gegenstand; Grundbegriffe und Grundprinzipien des Sachenrechts01:28:47

Sachenrecht 1 Gegenstand; Grundbegriffe und Grundprinzipien des Sachenrechts

Man unterscheidet in den üblichen Wirtschaftswissenschaften zwischen 10 Güterarten.

In dieser Artikelserie werde ich die bisherigen Klassifizierungen von GUT & GÜTERN überarbeiten, denn diese sind an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß.

  • Sachgüter, auch materielle Güter sind Güter, die man anfassen kann.
  • Dienstleistungen sind immaterielle Güter + Rechte, also nicht anpassbare Leistungen.
  • Freie Güter sind kostenlose Güter, die unbegrenzt zur Verfügung stehen.
  • Knappe/wirtschaftliche Güter sind wiederum Güter, die nur begrenzt zur Verfügung stehen und einen Preis haben.
  • Verbrauchsgüter werden bei ihrer Verwendung verbraucht oder vernichtet, wohingegen Produktionsgüter in Unternehmen zur Herstellung anderer Güter dienen.
  • Konsumgüter stehen dem Menschen unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung und Gebrauchsgüter stehen einem zur längeren Zeit zur Verfügung.
  • Zum Schluss gibt es dann noch Komplementärgüter, dass sind Güter die sich gegenseitig ergänzen (z.B. Lampe und Strom) und Substitutionsgüter, dass sind wiederum Güter die sich gegenseitig ersetzen, wie Butter und Margarine.

Natürlich lässt sich ein Gut in mehrere Güterarten einordnen. (Kreditlexikon)


Mediale GüterBearbeiten

Die "Mediale Wirtschaft" begreift Güter als "Medien", da Gut und Güter - vor allem durch die Kulturrevolutionen der Medien - grundsätzliche mediale Eigenschaften haben.

Durch die Computer-Revolution kamen bei den immateriellen Gütern speziell die digitalen Güter - also Musik, eBooks, Online-Journalismus, Video, ... etc. hinzu und lösten - zwar nicht den Buchdruck selbst - aber die Kulturrevolution des Buchdrucks ab. Besonders durch die Unabhängigkeit vom Datenträger (bei Musik z.B. die Löslösung vom Vinyl) und die absolute Kopierbarkeit kamen neue Möglichkeiten gemeinsam mit neuen Schwierigkeiten auf die Menschen zu. 
Zyklisch wurde das Ende des Vinyl, das Ende des Buchdrucks, das Ende der Zeitschriften, ... usw. heraufbeschworen. Dies trat jedoch nie ein. Sicher hat sich der Markt verändert und ganz sicher sind auch Umsätze eingebrochen (durfte das im Musikbereich selbst mitverfolgen) - aber in Wirklichkeit hat sich der Markt mit den neuen technischen Möglichkeiten nur verändert. De facto werden in den Medienbereichen heutzutage mehr Umsätze und Gewinne eingefahren, als jemans zuvor - nur die Künstler und Kreativschaffenden kommen in der Masse zu kurz ... während andere Künstler bereits dank den Neuen Medien zu einer ungeahnten globalen Aufmerksamkeit und finanzieller Auswertung gelangt sind.


Mit der Digitalisierung fielen die Grenzen. Daten können die Welt praktisch in Echtzeit umrunden und potentiell jeden Menschen erreichen, ewig kopiert werden - ohne Qualitätsverlust. Zwischen den Menschen und vor allem ihren Daten stehen keine zeitlichen und räumlichen Barrieren mehr.

Nominale GüterBearbeiten

Nominale Güter sind Medien - Geld ist ein Medium. Es existiert in haptischer Form aus dem Medium Papier bzw. Metallen - und rein virtuell als Bits und Bytes, die sich zu Summen auf Bankkonten bündeln und beliebig über Datenleitungen um die Welt geschickt werden können. Nominale Güter sind grundsätzlich juristische Güter mit offensichtlichen persönlichen, weniger offensichtlichen gesamtgesellschaftlichen - aber auch verdrängten bzw. versteckten und ungeklärten rechtlichen Absprachen.


Materielle GüterBearbeiten

Materielle Güter sind immer aus irgendeinem Medium "geschnitzt", wie z.B. Holz. Virtuelle Güter sind für unsere Computergeneration leichter als Medien begreifbar, auch wenn es sehr wohl haptische Medien, wie Bücher, Datenträger und Peripherie / Endgeräte gibt. Güter als Medien zu begreifen wird also durchaus den verwendeten Produktionsgütern, Rohstoffen - aber eben auch den geistigen Eigenschaften immaterieller Güter gerecht. 


EnergieBearbeiten

Energie ist eines der Güter, die streng genommen weder bei materiellen Gütern, noch bei immateriellen Gütern einsortiert werden kann. Energie als ein Medium zu begreifen, erleichtert dies, denn in der Regel haben sämtliche immateriellen Güter materielle Entsprechungen, wie z.B. die Datenträger oder Hardware bei virtuellen Gütern.


Arbeitskraft und DienstleistungenBearbeiten

Auch Arbeitskraft und Dienstleistungen sind in der bisherigen Kategorisierung von Gut und Gütern eher auf verlorenem Posten. Diese Medien menschlicher Schöpfungs- & Leistungskraft muss ich mir noch vorknöpfen und genauer analysieren (siehe auch Einführung und Übersicht "Die neue Dimension von GUT").

 

BegrifflichkeitBearbeiten

An sich ist "Medium" ein Begriff, der sich nicht auf "Gut und Güter" begrenzt, denn als Medium kann alles aufgefasst werden, das sinnlich wahrgenommen werden kann. "Medien" sind daher eher eine Wirklichkeitsbeschreibung, geradezu ein Weltbild des schöpferischen Ausdrucks des Menschen und sämtlicher seiner Eindrücke. 
Die Begriffe "Gut und Güter", so schön diese sind und an das GUTE im Menschen erinnern könnten - so ausgelutscht und fern vom Guten sind diese zu bedeutenden Teilen.  

Die Herkunft von GUT:

Gut














Das Schöne an den Begriffen "Gut und Gütern" ist die Erinnerung daran, dass diese Produkte menschlicher Schöpferkraft in ein Gefüge, in die menschliche Gesellschaft passen - nachgefragt werden müssen. Gleichzeitig lässt dies auch das Bestreben des Menschen erkennen, Teil des Ganzen und als solcher anerkannt zu sein. 
Gleichzeitig könnte das "Anklammernde" und "Festhalten" in der Gegrifflichkeit von "Gut" eine Warnung sein - die Ermahnung auch loslassen zu können. Denn der Mensch ist hergegangen und hat begonnen seine gesamte Welt als Güter zu erklären, zu Dingen zu machen und zu vermarkten. 
Diese Gefahr liegt auch in dem Begriff "Medium". Viel mehr noch, könnte der Mensch zu einer Zeit, wo der Begriff "Medium" zu einer Ideologie verkommen ist, hergehen und sämtliche Ein- & Ausdrücke des Menschen zu Elementen des Marktes machen. Daher liegt die Herausforderung in der Kulturrevolution der Immateriellen Güter, die uns das Computerzeitalter beschert hat, eine klare Abgrenzung des Marktes zu lokalen, globalen und universellen Gemeingütern herzustellen und ein-für-allemal grundsätzlich zu klären, wo die Grenzen des Marktes sind und wie dieser vor dem Gut und Guten des Menschen zu zügeln ist. Auch der Begriff "Medien" mag vielleicht eines Tages verkommen. Hier jedoch soll er dienen, dass jeder Mensch sein Verständnis von Gütern neu überdenkt und klärt - sich des Gefüges der ihn umgebenden Sinneseindrücke bewusst wird und seinem Ausdruck, als Teil der vorhandenen Eindrücke, ebenso den vollen Wert beimisst.

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