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370962 web R K B by Rainer Sturm pixelio.de

Rainer Sturm / pixelio.de

Die Mediale Wirtschaft zweifelt die grundsätzliche Knappheit der Güter und somit das Grundgerüst der bisherigen Funktionsweise der Wirtschaft und der Allokation der Güter über den Preis an.

Juristische KnappheitBearbeiten

Unter "Knappheit" versteht die Ökonomie im Prinzip nicht das absolute aktuelle oder potenzielle insgesamte Vorkommen, sondern am Ende die rechtliche Komponente: "Knappheit ist Exklusion von der Verfügung über eine Sache oder ein Ding, und Eigentum ist die rechtliche Grundlage dieser Exklusion." (Stefan Meretz)

Knappe ArgumentationBearbeiten

Absolute und Relative KnappheitBearbeiten

"Die Knappheit der Güter beruht einerseits auf der Tatsache, dass sie durch den Einsatz ebenfalls knapper, nur begrenzt verfügbarer Produktionsfaktoren produziert werden müssen (so genannte absolute Knappheit), andererseits darauf, dass die prinzipiell unbegrenzten Bedürfnisse und Wünsche der Wirtschaftssubjekte außerhalb der Möglichkeiten zu deren Befriedigung liegen (so genannte relative Knappheit)."  [TEIA]

Knappheit als AntriebsmotorBearbeiten

Angeblich verdanken wir der Knappheit alles: "Angenommen es hätte nie einen Mangel gegeben, dann hätte es vermutlich auch keine Evolution gegeben. Vermutlich wäre der Mensch nicht entstanden. Es hätte auch einen technischen Fortschritt gegeben. Nur die Knappheit der Güter hat den Menschen, Ackerbau zu betreiben, statt weiter nur Nahrung zu sammeln." ... eine gewagte These, wie ich finde...

Knappe GüterBearbeiten

"Knappe Güter" gibt es eigentlich nicht, denn vor allem von den Existenz- & Grundbedürfnissen wie z.B. Nahrung, Wasser, Textilien, Wohnraum, ... etc. ist theoretisch genügend für jeden Menschen vorhanden. 
Dennoch leben 1-2 Drittel der Menschheit im Mangel, ein Drittel sogar existenzbedrohlich in Armut und Hunger.

Mit "knapp" ist in Wirklichkeit begrenzt gemeint, denn im Gegensatz zu den "Freien Gütern" müssen diese hergestellt, bewirtschaftet und / oder gepflegt werden.   Unsere globale Nahrungsmittelproduktion, die über 12 Milliarden Menschen - jetzt sofort - ernähren KÖNNTE, zeigt besonders dramatisch, dass diese Güter ganz und gar nicht grundsätzlich knapp sind. Und die digitalen Güter, die zu den immateriellen und somit auch zu den "knappen Gütern" zählen, sind alles andere als knapp oder gar begrenzt. "Knappe Güter" als Beschreibung und Definition (nomen est omen) ist eine gefährliche Irreführung. Dass diese Güter knapp sind, ist schlicht im Interesse der Anbieter, denn genau das steigert bzw. erhält den Preis.

Knappe RessourcenBearbeiten

Auch unsere Ressourcen sind nicht wirklich "begrenzt", wenn man bedenkt, dass wir bereits damit beginnen, die Ressourcen von Asteroiden und uns umgebenden Planeten zu erschliessen. Unser planetares Problem ist weder die "Knappheit" oder die "Begrenztheit" unserer Ressourcen und Produktionsmittel, noch die angeblich unersättliche Nachfrage des Menschen. Denn gerade in den Existenz- & Grundbedürfnissen des Menschen kann seine Nachfrage sehr wohl und im wahrsten Sinne des Wortes "gesättigt" werden.

"Auf der anderen Seite können auch knappe Güter zu einer bestimmten Zeit zu freien Gütern werden. So kann eine Rekordernte durchaus dazu führen, dass mehr Äpfel vorhanden sind, als benötigt werden. Da im engeren Sinne bei freien Gütern keine Bewirtschaftung stattfindet, also auch keine Anpflanzung von Obstbäumen, sind Äpfel in de Sinn kein freies Gut, aber ein Überangebot an Brombeeren im Wald schon." *

Vor dem Hintergrund, dass wir akut 12 Milliarden Menschen ernähren können, ist dies eine skurile Aussage, oder?


Unterproduktion (Nachfrageüberhang)Bearbeiten

Unterproduktion ist eine Form von Knappheit, die vorlegt, wenn Güter zwar in ausreichendem Maße hergestellt werden könnten, aber sich nicht genügend Menschen finden, um dies tatsächlich zu tun.


Limitierte GüterBearbeiten

Begrenzte Güter sind tatsächlich in ihrem natürlichen Vorkommen nicht ausreichend für die gesamte Menschheit vorhanden.

Dies betrifft keine Güter existentieller Grundbedürfnisse für ein menschenwürdiges Leben.


SeltenheitswerteBearbeiten

  • Unikate
  • seltene Exemplare

Motivation und Folgen der KnappheitBearbeiten

Die "Knappheit" ist eine billige und lächerliche Ausrede, um sich selbst den Bauch vollzuschlagen und die Ellenbogen auszufahren. Nur aufgrund dieser eingeredeten "Knappheit" kann ein Kampf gerechtfertigt werden, an dem nur wenige gegenüber der Masse gewinnen. Wenn die Güter sowieso zu knapp sind, also ein Teil der Bevölkerung hungern oder unter der Armutsgrenze leben muss, dann habe ich nicht nur Glück - sondern muss dies auch verteidigen. 
Nur die "Knappheit" sichert einen stabilen oder gar steigenden Preis, mehr Gewinn, Ausbeutung und Gewinner gegenüber Verlierern. Wenn es keine "Knappheit" gibt, müsste niemand hungern - wenn es "Knappheit" gibt, muss man sich seinen Teil sichern, auch wenn dann andere hungern müssen ... hauptsache, es trifft einen selbst nicht siehe auch:

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